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Im Schweizer Krypto-Valley entsteht der erste Cryptocoin-Fond!

Die Zuger Crypto Fund AG will Ende des Jahres einen Fond auflegen, der in Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen investiert. Dieser erste offiziell regulierte Kryptofond strebt ein Volumen von 100 Millionen Franken an – und wird eine Bank dazu bringen, in ihren Tresoren die privaten Schlüssel für Kryptocoins zu speichern.

Ihr kennt das vermutlich alle: Ein Fond sammelt Geld von Investoren und kauft damit Immobilien, Aktien oder sonstige Finanzprodukte. Nun ist ein erster ordentlich regulierter und auf den offiziellen Finanzmärkten handelbarer Fond in der Mache, der in Kryptowährungen investiert. Dass dieser erste weltweite Kryptowährungs-Fonds aus der Schweizt kommt, war irgendwie klar. Genau wie es nicht überraschend ist, dass er in der Schweiz im Kryptovalley im Steuerparadies Zug entsteht.

Jan Brezzek, ehemaliger UBS-Banker und Chef der Crypto Fund AG, erzählt der schweizer Handelszeitung, dass man bereits mit der Finanzmarktaufsicht Finma im Gespräch sei. Live gehen soll der Fund im vierten Quartal dieses Jahres. Eine potenzielle Depotbank ist schon gefunden, bei der Auflage helfen die Beratungs-Giganten PWC und EY.

Der Fund soll auf einem Cryptocurrency Index beruhen, der von einem Investoren mit breiten Anlagen in verschiedenen virtuellen Währungen bereit gestellt wird. Er beinhalten unter anderem Bitcoin, Ether, Ripple, Litecoin und andere Kryptowährungen. Die Diversifizierung des Fonds soll die Volatilität abschwächen, aber gleichzeitig eine Wachstumsrate garantieren, die traditionelle Investments aussticht.

Vorerst wird der Crypto Fond nur sogenannten “qualifizierten Investoren” vorbehalten sein. Pensionskassen, Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter. Dies senkt die regulatorischen Hürden. Die privaten Schlüssel für das Kryptoinvestment – also die Coins – werden nicht auf einer Börse noch bei der Crypto Fond selbst aufbewahrt. Stattdessen verwahrt sie die Schweizer Depotbank, mit der der Fond derzeit in Gesprächen ist. Damit beginnt endlich eine Bank, im Zeitalter der Kryptowährungen weiterhin das zu tun, was Banken können: Werte sicher verwahren.

Bereits zugesagt sind Investitionen von 10 Millionen Franken. Der Fonds strebt für das erste Jahr ein Volumen von 100 Millionen Franken an. Wegen der zum Teil noch geringen Markttiefe wird das Volumen begrenzt, da es ansonsten schwierig sein kann, Kryptowährungen zu guten Preisen aufzukaufen.